Klarer Heimsieg gegen den 1. FC Kleve
Am Abend vor den Osterfeiertagen empfing der TSV Meerbusch den Tabellenletzten 1. FC Kleve zu einem Flutlichtspiel. Vor dieser Oberliga-Begegnung waren die Rollen klar verteilt. Nach den letzten beiden Niederlagen musste gegen den 1.FC Kleve unbedingt ein Heimsieg her, um einen fatalen Abwärtstrend zu stoppen. Die Zuschauer, die trotz nasskaltem Nieselregen den Weg auf die heimische Theodor-Mostertz-Sportanlage gefunden hatten, sahen eine TSV-Elf, der eine gewisse Verunsicherung anzumerken war.
Nach Anpfiff durch den souverän pfeifenden Schiedsrichter Cedric Gottschalk entwickelte sich zunächst eine Oberliga-Begegnung, in der keines der Teams offensiv ins Risiko gehen wollte. Beide Mannschaften versuchten über kontrolliertes Passspiel, Sicherheit in ihre Aktionen zu bekommen. Die erste nennenswerte Chance hatten die Gäste aus Kleve in der vierten Spielminute. Bei einem gefährlichen Schuss aus 20 Metern musste TSV-Keeper Franz Langhoff zum ersten Mal sein ganzes Können zeigen. In der achten Minute fiel dann durch Reo Kamiyama die zu diesem Zeitpunkt überraschende 1:0-Führung für die Elf von Marc Roch. Die Meerbuscher Kicker konnten sich aber nicht lange über diese Führung freuen. Denn postwendend erzielte Elidon Bilali den Ausgleich. Danach war nicht zu erkennen, wer das Team aus der Spitzengruppe und wer das Team auf dem letzten Tabellenplatz war. Die Klever Elf erspielte sich leichte Feldvorteile und hatten mehr Torchancen als die Roch-Elf. In der 19. Spielminute musste Mattia Majetic per Kopf auf der Linie für den bereits geschlagenen Franz Langhoff klären. Es dauerte bis zur 41. Spielminute, bis der TSV wieder in Führung ging. Auf Vorlage von Kapitän Daniel Hoff schoss Harumi Goto das bejubelte 2:1.
Mit der 2:1 Führung kamen die Meerbuscher Spieler mit deutlich mehr Selbstvertrauen aus der Kabine. Sie verstärkten den offensiven Druck und offenbarten große Lücken in der Klever Defensive. Köpfte Noah van Lent in der 56. Minute noch knapp neben das Tor des 1. FC Kleve, machte es in der 60. Minute Harumi Goto nach Vorlage von Reo Kamiyama besser und erhöhte auf 3:1. In der 63. Spielminute wechselte TSV-Coach Marc Roch offensiv. Für David Alexandre Alves Oliveira brachte er mit Micah Cain einen schnellen Stürmer. Auch der Klever Trainer, Umut Akpinar, schickte in der 71. Minute mit Divan Duyar einen frischen Spieler auf den Platz. Der 1.FC Kleve drängte auf den Anschluss-Treffer, offenbarte bei seinen Offensiv-Bemühungen jedoch eklatante Abwehrlücken. Fast zwangsläufig fiel dann in der 75. Spielminute auf Vorlage von Harumi Goto das 4:1 für die TSV-Elf durch Mattia Majetic. Kurz darauf brachte der Klever Coach Emil Oerding für Ole Kook (77. Minute) und Fabio Forster für Ilkay Arif Akpinar (78. Minute). Diese Wechsel konnten dem Spiel aber keine Wende mehr geben. In der 80. Spielminute verließ der bis dahin überragend spielende Reo Kamiyama unter lautem Beifall der TSV-Fans den Platz. Für ihn kam Ilyas Vöpel auf das Spielfeld. In der 82. und 87. Spielminute verschafften beide Trainer Spielern noch Einsatzzeiten. Mit dem Schlusspfiff in der zweiten Minute der Nachspielzeit erzielte Dominik Burghard per Kopf den 4:2 Endstand.
Mit diesem eminent wichtigen Sieg festigte die TSV-Elf ihren sechsten Tabellenplatz. Dabei sorgten die überragend spielenden Reo Kamiyama und Harumi Goto bei den TSV-Anhängern für einen vorgezogenen Japan-Tag.
Autor + Foto: Klaus Radek