Siegesserie gerissen – Heimniederlage gegen den VfB Hilden

Nach einer turbulenten Woche, in der Chefcoach Marcel Winkens und sein Assistenz-Trainer René Evertz überraschend vor den Spielen gegen die beiden Top-Teams der Oberliga Niederrhein „hingeschmissen“ hatten, fiel Interims-Trainer Marc Roch die undankbare Aufgabe zu, die 1. Mannschaft auf das Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten VfB Hilden einzustellen.

Unter der Leitung des souveränen Schiedsrichters Maik Heinen entwickelte sich ein ansehnliches Spiel. Von einer Verunsicherung war beim TSV zunächst nichts zu erkennen. Beide Mannschaften zogen ein gefälliges Kombinationsspiel auf. Mit vielen direkten Ballstafetten versuchten sie, in der gegnerischen Hälfte gefährliche Offensivaktionen zu kreieren. Das 0:1 durch Luke Kawabe in der 12. Minute steckten die Meerbuscher zunächst noch weg. Nicht nur in dieser Spielphase gab Leonel Kadiata der TSV-Abwehr halt. Ein ums andere Mal lief er die schnellen Hildener Angreifer ab oder stoppte sie mit robustem aber immer fairen Körpereinsatz. Daneben nutzte er jede Gelegenheit, sich konstruktiv am Spielaufbau zu beteiligen. In der 17. Minute musste TSV-Coach Marc Roch Vitali Habarov verletzungsbedingt vom Platz nehmen. Er brachte für ihn den defensivstärkeren Leart Lahi. Ab Mitte der 1. Halbzeit setzte sich dann aber doch die höhere individuelle Klasse und größere Erfahrung der Hildener Spieler durch. Der TSV fand keine Mittel, mit kontrollierten Offensivaktionen gefährlich in die gegnerische Hälfte zu kommen. Vielmehr offenbarte das junge Meerbuscher Team große Lücken in der Defensive. Nach einem groben Fehler in der TSV-Abwehr schoss in der 36. Minute wiederum Luke Kawabe das 0:2. Nach einem Foul-Elfmeter, den Nick Sangl in der 41. Minute sicher verwandelte, ging es mit 0:3 für den VfB Hilden in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich ein unverändertes Bild. Die Hildener kontrollierten das Spiel und erarbeiteten sich die eine oder andere Chance. Meerbuscher Tormöglichkeiten blieben Mangelware. Nachdem die TSV-Offensive ausgeblieben war, brachte der VfB-Coach Tim Schneider Spieler aus der zweiten Reihe, die sich aber ohne sichtbaren Qualitätsverlust in das Team einfügten. Die Begegnung hätte in der 68. Minute noch einmal spannend werden können. Nach einem Traumpass von David Alves Oliveira trat Harumi Goto vor dem Hildener Tor neben den Ball und vergab so die Chance zum Anschlusstreffer. In der 72. Minute verpasste der TSV die letzte Möglichkeit durch einen Freistoß von der Strafraumgrenze den Ehrentreffer zu erzielen. Danach spielte der VfB Hilden seine ganze Klasse aus und schoss in der 75. und 80. Minute das 0:4 und 0:5.

Autor: Klaus Radek

Pünktlich pfiff Schiedsrichter Maik Heinen die am Ende einseitige Begegnung ab. Trotz dieser deutlichen Niederlage, die um ein oder zwei Tore zu hoch ausgefallen ist, rutscht der TSV Meerbusch nur vom dritten auf den vierten Tabellenplatz.

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